Stellungnahme Alleinerzieherinnen Fonds
Für Alleinerzieherinnen in Österreich ist ab 1. Juli 2026 ein neuer Unterhalts-Fonds geplant. Er soll dann greifen, wenn für ein Kind kein Unterhalt oder kein Unterhaltsvorschuss geleistet wird. Noch ist nicht alles fix, da der Gesetzesentwurf erst in Begutachtung gehen soll, aber der Schritt ist schon jetzt sozialpolitisch sehr relevant.
Aus der Beratungsarbeit zeigt sich klar, dass Gewalt, finanzielle Abhängigkeit und soziale Unsicherheit oft eng zusammenhängen. Besonders betroffen sind Frauen, die gleichzeitig Kinder betreuen, ihre Existenz sichern und unter unsicheren Rahmenbedingungen leben. Für viele Frauen mit Migrationserfahrung kommen zusätzliche Hürden dazu, etwa sprachliche Barrieren, komplizierte Verfahren oder unsichere aufenthaltsrechtliche Perspektiven.
Gerade deshalb ist der geplante Fonds mehr als eine kurzfristige Geldleistung. Finanzielle Stabilität schafft Handlungsspielräume. Sie kann dabei helfen, belastende oder gewaltgeprägte Situationen zu verlassen und den Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu unterstützen.
Wichtig ist aber auch: Geld allein reicht nicht. Es braucht parallel leistbare Kinderbetreuung, sicheren Wohnraum, Zugang zu Arbeit, psychosoziale Unterstützung und faire Zugänge zu Bildung. Wer über Gewaltprävention spricht, muss auch über Armut, Teilhabe und strukturelle Barrieren sprechen.
Wir begrüßen die geplante Maßnahme daher ausdrücklich und hoffen auf eine Umsetzung, die die Lebensrealitäten von Alleinerzieherinnen umfassend berücksichtigt, insbesondere von Frauen mit Migrationserfahrung.
Download Stellungnahme Allereinerzieherinnen Fonds im Detail
THANKS Gala 2026
Am 14. Mai fand in Wien die THANKS Gala 2026 statt – ein wichtiger Abend der Sichtbarkeit und Wertschätzung für Alleinerzieherinnen. Auch das Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen war vertreten und brachte dabei insbesondere seine Expertise zu Alleinerzieherinnen im Migrationskontext ein, mit besonderem Fokus auf die Erfahrungen aus der Beratung.
Gerade für von Gewalt betroffene Frauen ist dieses Thema von großer Bedeutung. Positiv ist zudem, dass für Alleinerziehende in Österreich ab 1. Juli 2026 eine neue finanzielle Unterstützung geplant ist. Noch ist nicht alles fix, dennoch hoffen wir auf spürbare Verbesserungen für betroffene Frauen und ihre Kinder.
Kurz zusammengefasst
Links & Beratung

ist im Beratungszentrum tätig und leitet die Erstinformationsveranstaltungen zum Erwerb der österreichischen Staatsbürgerschaft.
Auf der Hochschule Campus Wien ist sie Lehrende für Asyl & Migration.





















