Empfang und Konferenz im Wiener Rathaus

Anlässlich des 30-jährigen Bestehens des afghanischen Kultur-, Integrations- und Sportvereins AKIS sowie 26 Jahre Banu-Frauenmagazin fand am 10. April 2026 in Wien eine Konferenz mit anschließendem Empfang im Wappensaal des Wiener Rathauses statt. Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem VIDC und der Arbeiterkammer Wien (Abteilung Frauen und Gleichstellungspolitik) organisiert.
Rund 200 Gäste aus acht europäischen Ländern, darunter viele Frauen aus der afghanischen Diaspora, Vertreterinnen aus Politik, Zivilgesellschaft und Institutionen, setzten ein klares Zeichen: Bildung und Selbstbestimmung für afghanische Frauen und Mädchen sind nicht verhandelbar.
In den Redebeiträgen wurde die systematische Entrechtung von Frauen in Afghanistan als Gender-Apartheid benannt. Vertreterinnen aus Österreich und dem Europäischen Parlament unterstrichen die politische Verantwortung Europas, den internationalen Druck aufrechtzuerhalten und die Stimmen afghanischer Frauen sichtbar zu machen.
Einen starken Schwerpunkt bildete die Rolle der Diaspora. Junge AKIS-Vertreterinnen betonten, dass Bildung kein Privileg, sondern ein Grundrecht ist, und riefen dazu auf, nicht zu schweigen. Auch aus den Workshops gingen klare Empfehlungen hervor: alternative Bildungswege stärken, digitale Lernangebote ausbauen, Frauen direkt unterstützen, Netzwerke fördern und Integrationsbarrieren in Europa gezielt abbauen.
Die Veranstaltung zeigte eindrücklich, wie wichtig die Zusammenarbeit von Vereinen, Institutionen und Politik ist, um Solidarität in konkrete Handlung umzusetzen.
Auszeichnung für besonderes Engagement

Im Rahmen der Veranstaltung wurde außerdem Maryam Singh für ihr langjähriges und außergewöhnliches Engagement für Migrantinnen ausgezeichnet.
Die Ehrung erfolgte als „Preis für Mut“ im Gedenken an das Engagement von Asiye Sel und würdigt insbesondere Maryams Einsatz für Solidarität, gesellschaftliche Teilhabe und die Stärkung von Frauen mit Migrationserfahrung.
Mit ihrem unermüdlichen Engagement leistet Maryam seit vielen Jahren einen bedeutenden Beitrag zur Unterstützung von Migrantinnen und zur Förderung eines respektvollen Zusammenlebens. Die Auszeichnung ist zugleich eine Anerkennung ihrer fachlichen Arbeit, ihrer Haltung und ihres persönlichen Einsatzes.
Wir freuen uns sehr über diese besondere Würdigung und gratulieren herzlich zu dieser verdienten Auszeichnung.
Für das Beratungszentrum für Migranten und Migrantinnen ist die Teilnahme an solchen Fachveranstaltungen ein wichtiger Beitrag zur Qualitätssicherung und zur Weiterentwicklung der Beratungspraxis.
Kurz zusammengefasst
Links & Beratung

Unsere Berater*innen unterstützen Migrant*innen bei Fragen zu Aufenthalt, Arbeit und sozialrechtlichen Ansprüchen und bietet rechtliche Orientierung sowie individuelle Beratung.







