FINANZAMT – BEIHILFEN

Formulare – Bundesministerium für Finanzen – ab 01.01.2015

Familienbeihilfe (Zuerkennung/Änderung/Wegfall) Formulare BMF

Informationen / Richtsätze

Familienbeihilfe

Die Familienbeihilfe beträgt bis inklusive Juni 2014 pro Kind und Monat:
   
Alter des Kindes Betrag pro Monat
00 – 03 Jahre 105,40 Euro
03 – 10 Jahre 112,70 Euro
10 – 19 Jahre 130,90 Euro
ab 19 Jahre 152,70 Euro
   

Der monatliche Gesamtbetrag an Familienbeihilfe erhöht sich durch die Geschwisterstaffelung für jedes Kind, wenn sie:

  • Für zwei Kinder gewährt wird, um 6,40 Euro für jedes Kind
  • Für drei Kinder gewährt wird, um 15,94 Euro für jedes Kind
  • Für vier Kinder gewährt wird, um 24,45 Euro für jedes Kind
  • Für fünf Kinder gewährt wird, um 29,56 Euro für jedes Kind
  • Für sechs Kinder gewährt wird, um 32,97 Euro für jedes Kind
  • Für sieben Kinder gewährt wird, um 35,40 Euro für jedes Kind
  • Für acht Kinder gewährt wird, um 37,23 Euro für jedes Kind
  • Für neun Kinder gewährt wird, um 38,65 Euro für jedes Kind
  • Für zehn Kinder gewährt wird, um 39,78 Euro für jedes Kind
  • Für elf Kinder gewährt wird, um 40,71 Euro für jedes Kind
  • Für zwölf Kinder gewährt wird, um 41,49 Euro für jedes Kind
  • Für dreizehn Kinder gewährt wird, um 42,14 Euro für jedes Kind
  • Für vierzehn Kinder gewährt wird, um 42,70 Euro für jedes Kind
  • Für fünfzehn Kinder gewährt wird, um 43,19 Euro für jedes Kind
  • Für sechzehn und mehr Kinder gewährt wird, um 50 Euro für jedes Kind
Die Familienbeihilfe beträgt ab Juli 2014 pro Kind und Monat:
   
Alter des Kindes Betrag pro Monat 2015
00 – 03 Jahre 109,70 Euro
03 – 10 Jahre 117,30 Euro
10 – 19 Jahre 136,20 Euro
ab 19 Jahre 158,90 Euro
   

Der monatliche Gesamtbetrag an Familienbeihilfe erhöht sich durch die Geschwisterstaffelung für jedes Kind, wenn sie:

  • Für zwei Kinder gewährt wird, um 6,70 Euro für jedes Kind
  • Für drei Kinder gewährt wird, um 16,60 Euro für jedes Kind
  • Für vier Kinder gewährt wird, um 25,50 Euro für jedes Kind
  • Für fünf Kinder gewährt wird, um 30,80 Euro für jedes Kind
  • Für sechs Kinder gewährt wird, um 34,30 Euro für jedes Kind
  • Für sieben und mehr Kinder gewährt wird, um 50 Euro für jedes Kind

Es wurde bereits festgesetzt, dass die Familienbeihilfe (einschließlich Alterszuschlägen und Geschwisterstaffel)

  • ab Jänner 2016 um 1,9 Prozent und
  • ab Jänner 2018 um weitere 1,9 Prozent

erhöht wird. Die entsprechenden Beträge sind im BGBl I Nr. 35/2014 zu finden

Die Auszahlung der Beihilfe erfolgt alle zwei Monate, jeweils für den laufenden und den kommenden Monat.

Für erheblich behinderte Kinder erhöht sich die Familienbeihilfe monatlich um 150,00 Euro (bisher 138,30 Euro). Um die Beihilfe für ein erheblich behindertes Kind zu beantragen, brauchen Sie ein ärztliches Zeugnis. Das Ausmaß der Behinderung bzw. die dauernde Unfähigkeit, für sich selbst zu sorgen, muss das Sozialministeriumservice bescheinigen.Für dauernd erwerbsunfähige Kinder gilt keine Altershöchstgrenze, wenn die voraussichtlich dauernde Erwerbsunfähigkeit vor dem 21. Geburtstag oder während einer Berufsausbildung vor dem 25. Geburtstag eingetreten ist.

Gemeinsam mit der Familienbeihilfe wird der Kinderabsetzbetrag ausgezahlt. Er muss nicht gesondert beantragt werden. Der Kinderabsetzbetrag ist keine Familienbeihilfe, sondern ein Absetzbetrag, der in Form einer Negativsteuer ausgezahlt wird. Er beträgt 58,40 Euro pro Kind und Monat.

Für Kinder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und in keiner Berufsausbildung mehr stehen, besteht seit 1.3.2011 kein Anspruch auf Familienbeihilfe – auch dann nicht, wenn sie beim Arbeitsmarktservice als arbeitslos vorgemerkt sind.


Dauer / Altersgrenzen

1.) Anspruch auf Familienbeihilfe besteht für alle minderjährigen Kinder bis zu ihrem 18. Geburtstag (Volljährigkeit). Eigene Einkünfte der Kinder bleiben dabei unberücksichtigt (z. B. Lehrlingsentschädigung, Gehalt als PraktikantIn oder durch eine Ferialarbeit).
2.) Anspruch auf Familienbeihilfe besteht für alle volljährigen Kinder, wenn sie

a) bis zur Vollendung des 24. Lebensjahres (24. Geburtstag),
in Berufsausbildung bzw. Berufsfortbildung stehen, bei Studium unter Vorlage von Studienerfolgsnachweisen

• für die Zeit zwischen Abschluss der Schulausbildung und dem frühestmöglichen
Beginn einer weiteren Berufsausbildung,
• für die Zeit zwischen Beendigung des Präsenz- oder Zivildienstes und dem
Beginn oder der Fortsetzung einer Berufsausbildung zum frühestmöglichen Zeitpunkt.

Unter bestimmten Ausnahmen (Präsenz-/Zivildienst, Geburt eines Kindes, Studium, Freiwilliges Soziales Jahr) ist Familienbeihilfebezug bis zum vollendeten 25. Lebensjahr möglich.

b) zeitlich unbegrenzt
– für erheblich behinderte Kinder (ärztliches Attest), die sich den Unterhalt voraussichtlich dauernd nicht selbst beschaffen können. Diese haben Anspruch auf eine erhöhte Familienbeihilfe (+ 150.- €).
Die Familienbeihilfe kann bis maximal 5 Jahre rückwirkend beantragt werden.

Bei volljährigen Kindern, die ein Studium absolvieren, besteht der Anspruch, wenn die vorgesehene Studienzeit eingehalten und ein positiver Studienerfolg vorliegt. Dieser muss dem Finanzamt nachgewiesen werden

Info – Familienbeihilfe für Studierende (AK)

Info – Familienbeihilfe nach der Matura(AK)

Zuverdienst: bisher durften volljährige Kinder ein eigenes, zu versteuerndes Einkommen von max. 10.000 Euro pro Kalenderjahr erzielen, damit der Anspruch auf Familienbeihilfe nicht weggefallen ist. Wurde dieser Betrag jedoch überschritten, kam es zur Rückforderung der Familienbeihilfe für das ganze betreffende Kalenderjahr. Eine Einschleifregelung entschärft diese Regelung. Neu ist, dass rückwirkend in Bezug auf das Jahr 2013 für den Fall, dass das zu versteuernde eigene Einkommen des Kindes den Betrag von 10.000 Euro innerhalb eines Kalenderjahres übersteigt,  die Familienbeihilfe nur mehr um jenen Betrag vermindert wird, der die Steuerbemessungsgrundlage von  10.000 Euro übersteigt. 

Nicht einzurechnen sind: Lehrlingsentschädigungen, Waisenpensionen und Waisenversorgungsgenüsse, einkommensteuerfreie Bezüge (z.B. Sozialhilfe, Pflegegeld, Studienbeihilfe, Arbeitslosengeld, Kinderbetreuungsgeld, Familienbeihilfe).
Höhe der Familienbeihilfe in €

Im September wird jeweils ein Schulstartgeld von 100,00 Euro für jedes Kind zwischen 6 und 15 Jahren ausgezahlt. Die Anweisung des Schulstartgeldes erfolgt gemeinsam mit der Auszahlung der Familienbeihilfe für September. Es ist daher kein gesonderter Antrag nötig.

Wohnt ein Kind im gemeinsamen Haushalt der Eltern, ist die Mutter vorrangig anspruchsberechtigt. Sie kann jedoch zugunsten des Vaters verzichten. Leben die Eltern getrennt, steht die Familienbeihilfe dem Elternteil zu, bei dem das Kind lebt.

Mehrkindzuschlag

Ab dem dritten und für jedes weitere Kind, für das Familienbeihilfe bezogen wird. Familien können im Zug der Arbeitnehmerveranlagung den Mehrkindzuschlag beantragen

Der Mehrkindzuschlag in der Höhe von 20 EUR monatlich steht für jedes ständig im Bundesgebiet (oder im EU-Raum) lebende dritte und weitere Kind, für das Familienbeihilfe bezogen wird, zu, wenn das zu versteuernde Familieneinkommen eine bestimmte Höhe nicht übersteigt.

Es besteht nur dann ein Anspruch, wenn das zu versteuernde Familieneinkommen im Kalenderjahr, das vor dem Kalenderjahr liegt, für das der Antrag gestellt wird, eine bestimmte Höhe nicht überschritten hat. Der Mehrkindzuschlag für ein Jahr gebührt demnach jeweils auf Grundlage des Einkommens des Vorjahres. 

Die jährliche Einkommensgrenze beträgt 55.000,00 EUR .

Es besteht nur dann ein Anspruch, wenn das zu versteuernde Familieneinkommen im Kalenderjahr, das vor dem Kalenderjahr liegt, für das der Antrag gestellt wird, eine bestimmte Höhe nicht überschritten hat. Wird der Mehrkindzuschlag für das Jahr 2014 beantragt, sind die Familien- und Einkommensverhältnisse des Jahres 2013 heranzuziehen, und das Familieneinkommen des Jahres 2013 darf den Betrag von 55.000 EUR nicht überschreiten. Er muss für jedes Kalenderjahr gesondert geltend gemacht werden und wird im Zuge der Arbeitnehmerveranlagung ausgezahlt bzw. bei der Einkommensteuererklärung berücksichtigt.

Unterhaltsabsetzbetrag

Einem Steuerpflichtigen steht gem. § 33 Abs. 4 Z 3 Einkommensteuergesetz (EStG) ein Unterhaltsabsetzbetrag zu, sofern er Unterhalt für ein Kind leistet, das

  • nicht seinem Haushalt angehört, und
  • für welches weder er selbst noch der (Ehe-)Partner Familienbeihilfe bezieht, und
  • die Volljährigkeit noch nicht erreicht hat.
Für das 1. Kind € 29,20 monatlich
Für das 2. Kind  € 43,80 monatlich
für jedes weitere Kind € 58,40 monatlich

Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag

   

Alleinverdiener

Alleinerzieher

  • wer für ein oder mehrere Kind/er für mindestens sieben Monate Familienbeihilfe bezogen hat und
  • wer mehr als sechs Monate im Kalenderjahr verheiratet ist oder in einer eingetragenen Partnerschaft oder Lebensgemeinschaft lebt. Die (Ehe-)Partnerin/der (Ehe-)Partner muss grundsätzlich unbeschränkt steuerpflichtig sein und die (Ehe-)Partner dürfen nicht dauernd getrennt leben und
  • wer eine/einen Ehepartner/in, eingetragene/n Partner/in oder Lebensgefährtin/Lebensgefährten hat, deren / dessen Einkünfte den Betrag von 6.000 Euro nicht überschreiten.  
  • wer mehr als sechs Monate im Kalenderjahr nicht in einer Ehe oder eheähnlichen Gemeinschaft lebt und
  • Familienbeihilfe für mindestens sieben Monate für mindestens ein Kind erhält.
   

Der Alleinverdienerabsetzbetrag steht immer nur einer Person zu. Erfüllen Partnerin und Partner (zB Studentenpaar mit Kind) die Voraussetzungen, steht er der Partnerin oder dem Partner mit den höheren Einkünften zu. Haben die Partner keine oder gleich hohe Einkünfte, steht der Absetzbetrag der Frau zu, außer der Mann führt überwiegend den Haushalt. 

Alleinverdiener/innen/
Alleinerzieher/innen mit
Kinderfreibetrag pro Kind Absetzbetrag inkl. Kinderzuschlag

1 Kind

132 Euro
(1. Kind)

494 Euro

2 Kindern

132 Euro
(1. Kind)

+ 175 Euro
(2. Kind)

669 Euro

3 Kindern

132 Euro (1. Kind)

+ 175 Euro
(2. Kind)

+ 220 Euro
(3. Kind*)

889 Euro

Für jedes Kind, für das mehr als sechs Monate im Kalenderjahr Familienbeihilfe bezogen wird, gibt es einen Freibetrag von 220 € jährlich. Machen beide Elternteile den Kinderfreibetrag bei Ihrer ArbeitnehmerInnenveranlagung geltend, beträgt er pro Elternteil 132 € jährlich. Dies ist nur dann sinnvoll, wenn beide Elternteile Lohnsteuer bezahlen. Steht ihnen mehr als 6 Monate im Kalenderjahr der Unterhaltsabsetzbetrag zu, dann können Sie auch den Kinderfreibetrag in Höhe von 132 € geltend machen.